Elena Parris

Gute Gefühle

23. Aug bis 5. Oktober 2019

Vernissage: Donnerstag, 22. August 2019, 18.30 Uhr

Elena Parris: «Vielschichtig»

 

Weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – und immer wieder Grenzen sprengen

 

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen.

Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit. Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.»

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – führt mehrere Elemente zu Geschichten zusammen: Fotografiertes, Gemaltes und Geschriebenes. Das Vielschichtige geschieht auch auf der Zeitebene: Zeitverbundenheiten – Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges – mischt sie miteinander.

Wie will sie in der heutigen Bilderflut und des medialen Überangebotes noch auffallen? Nicht mit Schnellschüssen, sondern bewusst mit «designter und sensibler Fotografie». Elena Parris legt grossen Wert auf gestalterische und formale Proportionen, oft ist sie inspiriert vom goldenen Schnitt.

Die Künstlerin sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal.

Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.»

Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

 

 

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Die Künstlerin arbeitet vorwiegend in Grosswangen bei Luzern. Abseits in schönster Natur hat sie ihr Atelier «Kunsthof» gegründet, dazu eine «nicht urbane Plattform für Kunstschaffende» iniziiert: die «nu gallery».

Anfangs interessierte Elena Parris sich für Zeichnen und Architektur, entdeckte jedoch schnell die Fotografie als künstlerisches Medium.

Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich leidenschaftlich der Fotografie. Sie studierte an der UDK Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen unterschiedlichster Genres. So etwa in New York mit June und Helmut Newton.

Sie arbeitete für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica» oder «Faces», machte Kampagnen mit Model Marcus Schenkenberg und wurde an den Filmfestspielen in Cannes engagiert.

Als freischaffende Fotografin zog sie sich vermehrt von der kommerziellen Fotografie zurück und entwickelte ein Faible für neue Ausdrucksformen.

Elena Parris lancierte eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»).

Ihr neuster Werkzyklus heisst «Vielschichtig», eine neue Art der Fotografie, die das Herkömmliche entgrenzt.

Elena Parris hatte bereits im In- und Ausland zahlreiche Ausstellungen: von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich.

 

 

 

 

The Hand Eye 2018 © Elena Parris